Wenn die Flammen erlöschen – So kannst du die Asche richtig entsorgen

Asche entsorgen - Asche in Flammen

Wieder einmal lässt du den Tag ruhig in deinem Garten ausklingen. Die Vögel zwitschern leise in deinen grünen Obstbäumen und deine prachtvollen Stauden wiegen sich sanft im Wind hin und her. Entspannt beobachtest du, wie die wärmenden Flammen in deiner Feuertonne allmählich kleiner werden und die Glut nur noch zaghaft glimmt. 

Doch was passiert eigentlich mit der Asche, wenn das gemütliche Feuer erlischt? 

Diese und weitere Fragen haben wir Roland Kühn, passionierter Gärtner und Autor des Blogs GartenBob und Christoph Meyer, einer der Betreiber des Online-Magazins Gartenzeile gestellt. Wir haben ihre Antworten für dich zusammengefasst und verraten dir, worauf du bei der Entsorgung deiner Asche achten solltest. Hast du gewusst, dass du sie manchmal gar nicht in die Tonne befördern musst, sondern damit gar düngen kannst? 

Schwarze oder braune Tonne – Asche über den Müll entsorgen

Jeder gemütliche Abend geht einmal zu Ende und so erinnert nur noch die hellgraue Asche an das idyllische Lagerfeuer, das vor einigen Stunden auf deiner Terrasse flackerte. Zielstrebig läufst du zu deiner Mülltonne, um sie darin zu entsorgen. Doch in welche Tonne gehören die heißen Aschereste? Wir haben die Antwort für dich.

Darf die Asche in deinen Biomüll?

Ob Kamin oder Feuertonneselbst, wenn du für das romantische Flammenspiel ausschließlich frisches, duftendes Holz wie Buche oder Birke verwendest und auf giftige Zusätze wie Anzünder verzichtest, sollte die Asche keinesfalls in deiner Biotonne entsorgt werden, erklärt uns der Fachmann Christoph Meyer.

Der Weg in den Hausmüll – Asche richtig entsorgen

Stattdessen gehören die Überbleibsel deines kuscheligen Lagerfeuerabends in die schwarze Restmülltonne. So kann sich das örtliche Entsorgungsunternehmen anschließend um die fachgerechte Entsorgung der Asche kümmern. 

Übrigens: Bevor du schwungvoll deinen Auffangbehälter über deinem Müllkübel entleerst, vergewissere dich bitte noch einmal, dass die Asche auch wirklich abgekühlt ist. Dies kann durchaus zwei bis drei Tage dauern.  Ferner ist es ratsam, sie vorher in einen Müllbeutel umzufüllen, damit du nicht von einer großen Staubwolke überrascht wirst.

Hier ist Vorsicht geboten – Wenn Asche giftig ist

Nicht selten findet beim gemeinsamen Plaudern am Lagerfeuer die eine oder andere Zigarette den Weg in die lebendigen Flammen, wodurch schädliche Rußstoffe und Schwermetalle auf die Asche übergehen. Da diese sowohl uns Menschen als auch die Natur beeinträchtigen können, sollten diese Aschereste nach dem Abkühlen umgehend im Restmüll entsorgt werden.

Dies gilt auch, wenn du zum schnelleren Anzünden deiner gemütlichen Feuertonne zu ein paar Seiten deines Lieblingsmagazins greifst, denn das Verbrennen chemischer Farbstoffe setzt ebenfalls Giftstoffe frei.

Kleiner Hinweis von Christoph: Wenn du dein Feuer mit ein paar Hilfsmitteln schneller entfachen möchtest, empfiehlt es sich, ausschließlich unbedrucktes oder Papier mit einfarbigem Druck zu verwenden. Folien oder Plastik sollten dagegen weder zum Anzünden noch Verbrennen in deinem gemütlichen Gartenfeuer landen.

Gartenzeile - Das Gartenmagazin

Gartenzeile - Das Gartenmagazin mit Tipps und Tricks rund ums Grün

Seite an Seite mit Kaffeesatz und Kartoffelschale – Asche auf dem Kompost

Keine Sorge, denn nicht jedes Feuer, das auf deiner Terrasse lodert, hinterlässt giftige Asche. Wenn du ausschließlich reine, unbelastete Holzscheite in deiner Feuertonne stapelst und entzündest, entsteht Holzasche, deren Entsorgung du ohne schlechtes Gewissen auf deinem Komposthaufen erledigen kannst, verrät uns Roland Kühn.

Bevor du dich jedoch auf den Weg zu deinem Kompost machst, überprüfe bitte auch hier noch einmal, ob die Asche vollständig abgekühlt ist. Bereits der kleinste Funke genügt, um deine gesammelten Gartenabfälle ungewollt in Brand zu setzen.

Roland - Der Gartenbob

Roland Kühne ist der Gartenbob und gibt gern Gartenrat

 

Der Lack ist ab – Was ist unbelastetes Holz?

Vielleicht bist du gerade etwas unsicher geworden, ob dein Brennholz natürlich oder schon behandelt ist? Wir haben uns schlau gemacht und die wichtigsten Informationen für dich zusammengestellt.

 Als unbelastet gilt Holz, wenn es:

  1. Nicht mit Lasuren, Farben oder sonstigen chemischen Mitteln behandelt ist“, erklärt Gartenexperte Roland.

  2. Nicht imprägniert wurde.

  3. Der Feuchtigkeitsgehalt unter 20 Prozent liegt.

  4. Nicht von den massiven Bäumen stammt, die die Hauptverkehrsstraße säumen, ergänzt Christoph.

Kleiner Tipp: Die Asche von naturbelassenem Holz erkennst du deutlich an ihrer Farbe. Sie ist in der Regel weiß bis hellgrau. Allerdings brauchst du bei einer kleineren Verfärbung nicht unsicher zu werden. Dies kann durchaus an der Art des Holzes liegen.

Übrigens: Wenn du mehr über das richtige Brennholz für dein nächstes Feuerspiel wissen möchtest, lohnt sich ein Blick in unseren Artikel „Mit diesem Brennmaterial feuerst du richtig an“.

Reif für den Kompost – So entsorgst du verbranntes Holz in deinem Garten

Hast du den Farbcheck gemacht und in deinem Behälter befindet sich gleichmäßig helle Asche? Dann darf sie auf deinen Komposthaufen wandern, aber nur in kleinen Mengen. Unser Experte Christoph empfiehlt, immer im Wechsel etwas Asche und Küchen- oder Gartenabfälle auf den Kompost zu geben. So bleibt das Ökosystem in Balance und es kann wertvoller Humus für deine kleine Oase entstehen.

Nährstoffpower für deinen Garten – Düngen mit Asche

Auch wenn die weiße Holzasche auf deinem Kompost sicher aufgehoben ist, so gibt es eine weitere Möglichkeit, um sie in deinem geliebten Outdoor-Paradies zum Einsatz zu bringen. Ob als Dünger für deine prachtvollen Stauden oder als Vitaminkur für den saftig grünen Rasen – die Überbleibsel des reinen, verbrannten Holzes sind wahre Wundermittel.

Holzasche als natürlicher Dünger – ein idealer Mix

Der DIY-Aschedünger lässt sich nicht nur schnell aus Holz oder Holzkohle herstellen, sondern hat zudem viele wertvolle Eigenschaften. Einige haben wir nachfolgend aufgelistet.

Asche auf Rasen oder im Beet – 5 Tipps für die Düngung

Grüner Rasen

Damit deine geliebten Pflanzen von diesen Vorteilen profitieren können, ist es wichtig, dass du die Asche nicht einfach willkürlich in deinem Garten entsorgst, sondern gezielt als Düngemittel einsetzt. Wir verraten dir ein paar Tricks, damit dir das gelingt.

  • Achtung heiß: Verwende zum Düngen ausschließlich abgekühlte Asche, da es sonst laut Christoph passieren kann, dass die Pflanzenzellen zerplatzen und deine liebevoll gehegten Blumen dauerhaft geschädigt werden.

  • Weniger ist mehr: Streue die Asche nur sparsam auf deinen Rasen oder die Erde deiner Blumenbeete. So wird der Boden nicht überdüngt und die Nährstoffe können gut aufgenommen werden. Ideal ist es, wenn du ihn alle drei bis vier Jahre mit dem DIY-Dünger versorgst.

  • Nur für Pflanzen: Selbst wenn es verlockend ist, deine Salatpflanzen und knackigen Möhren mit dem Energiecocktail zu versorgen, so rät unser Experte Christoph Meyer davon ab. Trotz aller Vorsicht können Schadstoffe leider nie gänzlich ausgeschlossen werden, sodass diese im schlimmsten Fall auf deinem Teller landen.

  • Sturmfrei: Es ist ratsam, das Düngen an windstillen Tagen durchzuführen, damit du deine Nachbarn nicht mit einer grauen Staubwolke verärgerst.

  • Gut gewässert: Nachdem du deinen Naturdünger verteilt hast, gilt es, deinem Rasen und deinen Pflanzen eine ordentliche Portion Wasser zu spendieren, damit die Asche gut aufgenommen werden kann.

  • Ab in die Natur – Asche sinnvoll wiederverwenden

    Eigentlich sind die Reste eures gemütlichen Terrassenfeuers doch viel zu schade für die Tonne, oder? Ebendarum hast du dich dafür entschieden, deine Asche nicht einfach im Restmüll zu entsorgen, sondern deine weitläufige Grünfläche damit zu bedecken, denn das Herzstück deines Gartens dankt dir gewiss für diese Extraportion Nährstoffe.

    Freue dich auf einen moosfreien, dichten Rasen und einen weiteren Abend an deiner wieder einsatzbereiten Feuertonne.

     

    Inara Muradowa Content Managerin bei inara schreibtÜber die Redaktion

    Inara Muradowa ist Content-Managerin bei inara schreibtAls Google und Shopify Partnerin profitiert Inara vom Insider-Wissen der Online-Welt und konzipiert kreative Content-Strategien, die verkaufen. 

     

     

     

    Coverbild: Edward Kucherenko, weitere Bilder: Gartenzeile, Gartenbob, Petar Tonchev


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