Brot im Feuer backen – So zauberst du in deinem Garten Fladen und Co.

Frisch gebackener Brotlaib in den Händen

Die letzten Vorbereitungen für einen gemütlichen Grillabend mit deinen Freunden laufen. Der Tisch ist gedeckt, die Getränke gekühlt und das Fleisch bereits mariniert. Natürlich darf auch ein knuspriges Brot dabei nicht fehlen, denn was lässt sich besser mit Kräuterbutter oder würzigen Dips kombinieren?


Ob luftiges Weißbrot, herzhaftes Sauerteigbrot oder goldgelbe Brötchen, allein in Deutschland existieren mehr als 3.000 Brotsorten. Kaum zu glauben, oder?


Wir haben einige Rezepte für dich ausgewählt und zeigen dir, wie du sie gemeinsam mit deinen Liebsten direkt am gemütlichen Feuer zubereitest. Los geht's. 

Frisch und knusprig aus der Feuertonne – Brot in der Glut backen

Voller Vorfreude auf deine Gäste hast du das Feuer in deiner stählernen Feuertonne entfacht. Ein leises Knistern und die lebendig tanzenden Flammen sorgen nun für Gemütlichkeit auf deiner Terrasse. Warum gönnst du dir nicht eine kurze Pause in deinem Gartenstuhl? Ganz nebenbei kannst du in der heißen Glut eine köstliche Beilage für deinen Grillabend zaubern. Wir verraten dir, wie.

Leckerer Brotsnack aus der Dose

Um in den Genuss eines frischen Brotes aus der Feuertonne zu kommen, bedarf es weder stundenlanger Vorbereitung noch großer Backerfahrung. Alles, was du dafür benötigst, ist ein einfacher Hefeteig und ein paar ausgediente Konservendosen oder Tontöpfe.


Wenige Zutaten – Die Basis für den Teig

  • ein Viertel Würfel frische Hefe
  • ein kleines Stück Butter
  • 200 Gramm Weizen- oder Dinkelmehl (am besten Typ 550)
  • 100 Milliliter lauwarme Milch
  • 80 Milliliter lauwarmes Wasser
  • eine Prise Salz

Kleiner Tipp: Wenn du möchtest, kannst du den Teig zusätzlich mit ein paar Kräutern, Nüssen oder kleinen Tomatenwürfeln verfeinern. So wird aus dem schlichten Brot im Handumdrehen eine raffinierte Beilage.

Vom Mehl zum Brot – Die richtige Zubereitung

Bereite zunächst den Teig vor, indem du das Mehl und das Salz in eine große Schüssel gibst. Nun aktivierst du die Hefe, indem du sie zerbröselst und in lauwarmen Wasser auflöst. Dies kann einige Minuten dauern, ist jedoch wichtig, damit dein Brot später schön locker wird. Gieße die Flüssigkeit in die Schüssel, füge noch die Milch und ein paar Butterflocken hinzu und knete alles kräftig durch.


Bevor es weitergeht, braucht dein Hefeteig eine kleine Pause im Dunkeln. Decke die Schüssel dafür mit einem Tuch ab und stelle sie an einen warmen Ort. In der Zwischenzeit kannst du die Metalldosen mit der restlichen Butter fetten.


Wenn sich der Teig deutlich vergrößert hat, füllst du ihn in deine vorbereitete  Konservendose und stellst sie für etwa 15 bis 30 Minuten in die heiße Glut. Sobald der kleine Snack aus der Feuertonne ausgezogen und abgekühlt ist, kannst du ihn als besondere Beilage servieren.


Hinweis: Es ist ratsam, die Dose oder den Tontopf nicht randvoll zu machen, da der Teig noch weiter aufgeht und schnell herausquillt.

Rund und vielseitig – Fladenbrot selbst gemacht

Vielleicht möchtest du deine Liebsten aber auch mit einem köstlichen Fladenbrot überraschen. Das runde, fluffige Brot ist nicht nur eine beliebte Beilage, sondern blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon vor vielen Jahren wurde es am offenen Feuer auf heißen Steinen zubereitet, wodurch es eine einzigartige Note bekommt.


Aromatisches Fladenbrot von der Feuerplatte

Wenn du eine Feuertonne mit Grillplatte besitzt, kannst du deine Gäste auch dazu einladen, gemeinsam kleine Fladenbrote zuzubereiten. So hast du nicht nur die passende Beilage in petto, sondern sorgst zusätzlich für Spaß auf der Party.


Den Teig für das gesellige Brotbacken kannst du im Vorfeld mit wenig Aufwand vorbereiten. Für zwei Portionen solltest du dir bitte folgende Zutaten bereitlegen: 


  • 200 Gramm Weizen- oder Dinkelmehl
  • etwa sieben Gramm frische Hefe 
  • 150 Milliliter lauwarmes Wasser
  • etwas Salz und Zucker

Hinweis: Alternativ kannst du die frische Hefe im Verhältnis 3:1 durch Trockenhefe ersetzen.

Kräftig kneten – So entsteht der Brotteig

Zu Beginn nimmst du das Mehl, etwas Salz und Zucker und vermengst alles ordentlich in einer Schüssel. Anschließend zerbröselst du auch in diesem Fall die frische Hefe und lässt sie vollständig in dem lauwarmen Wasser auflösen. Gib sie nun zu den restlichen Zutaten hinzu und knete den Teig mehrmals kräftig durch. Nach dieser Anstrengung kann sich dein Brotteig bis zur Eröffnung des Buffets in einer abgedeckten Schüssel ausruhen. 

Ab auf die Grillplatte – Zubereitung der Fladen

Deine Gäste haben sich schon an deiner brennenden Feuerstelle versammelt? Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um deinen vorbereiteten Teig zu kleinen, flachen Fladen zu formen. Bevor deine Partyfladenbrote Bekanntschaft mit der Grillplatte machen, sollten sie jedoch nochmals ein paar Minuten abgedeckt und beiseite gestellt werden. 


Übrigens: Das markante Rautenmuster entsteht, wenn du die Oberfläche vor dem Backen mehrmals längs und quer mit dem Messer einschneidest.


Nun ist es endlich so weit und die runden Teigfladen dürfen auf die heiße Feuerplatte. Bereits nach wenigen Minuten und ein paar Wendemanövern steht eurem gemeinsamen Brotgenuss nichts mehr im Wege.


Kleiner Tipp: Die warmen Fladenbrote eignen sich sehr gut zum Befüllen mit Salat, Gemüse, gewürfeltem Grillkäse oder Fleisch. Was ist dein Favorit?

Knusprige Brötchen oder Brot – Backen im Feuertopf

Brot backen am Feuer

Selbst wenn du in deinem Garten keine Feuerplatte griffbereit hast, müsst ihr nicht auf die selbstgemachten Fladenbrote verzichten. Du kannst sie alternativ im Dutch Oven, einem Topf mit Deckel aus dickem Gusseisen, zubereiten. Dies ist zwar zeitintensiver, aber das Ergebnis nicht weniger lecker. Falls du dich selbst davon überzeugen möchtest, haben wir für dich eine kleine Anleitung für das Backen der Fladen im Dutch Oven gefunden.

Allerdings eignet sich der Feuertopf nicht ausschließlich für die Zubereitung von Pitabroten, sondern auch für Brötchen, Roggen- oder Vollkornbrot. Wir zeigen dir, wie sich ein einfacher Hefeteig in dem Outdoor-Kochtopf in ein köstliches Brot verwandelt.

Schritt für Schritt zum warmen Brot – Backen im Dutch Oven

  1. Die Basis deines ofenfrischen Brotes bildet erneut ein klassischer Hefeteig, den du dir aus dem Mehl deiner Wahl, Hefe, Wasser, Salz und Zucker zusammenknetest.
  2. Bevor es sich der fertige Teig in dem Feuertopf gemütlich macht, empfiehlt es sich, den Innenraum des Behälters mit einer Portion Mehl zu bestäuben, damit später nichts anbackt.
  3. Nachdem die Vorbereitungen getroffen sind, formst du aus deinem Brotteig gleich große Kugeln und platzierst sie in deinem Dutch Oven, wo sie noch eine Weile ruhen dürfen.
  4. Sobald sich deine Teigkugeln gehörig vergrößert haben, heißt es Deckel zu und ab ins Feuer. Am einfachsten ist es, deine Feuertonne mit einem Grillrost zu bestücken und ihn daraufzustellen.
  5. Schließlich verteilst du die Briketts unter beziehungsweise auf dem Topf, damit der gusseiserne Behälter von allen Seiten gut gewärmt wird.

Kleiner Tipp: Für die Menge und Verteilung der Briketts gibt es ein paar Faustformeln, die du in unserem Beitrag zum Thema Kochen und Backen mit dem Dutch Oven gerne noch einmal nachlesen kannst.

  1. Nun ist deine Geduld gefragt, denn bis du mit deinen Liebsten in eine Scheibe des warmen Brotes beißen kannst, dauert es in der Regel 50 bis 60 Minuten. Aber das Warten lohnt sich.

Das Buffet ist eröffnet

Gemütlich sitzt du mit deinen Freunden an der warmen Feuertonne und wartest gespannt auf das Ergebnis eures gemeinsamen Backabenteuers. Zu dem aromatischen Geruch von köstlichem Steak gesellt sich zunehmend der Duft des goldgelben Fladenbrotes. Und endlich ist es so weit. Es darf probiert werden. Wir wünschen guten Appetit und viel Spaß beim Experimentieren.

 

Inara Muradowa Content Managerin bei inara schreibt

Über die Redaktion

Inara Muradowa ist Content-Managerin bei inara schreibtAls Google und Shopify Partnerin profitiert Inara vom Insider-Wissen der Online-Welt und konzipiert kreative Content-Strategien, die verkaufen. 

 

Coverbild von Pixabay, weitere Bilder von Rachel Claire


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